E_05/2026_V_Mach mehr aus Deinem Garten!_Gemeindeamt Göfis
Naturnahe Hausgärten sichtbar machen und zum Nachmachen motivieren.
Lead partner
startdate: 16.06.2026
enddate: 30.06.2028
Short description
Göfis ist eine klassische Wohngemeinde mit vielen privaten Hausgärten. Viele dieser Flächen werden derzeit überwiegend als Rasenflächen genutzt und bieten damit nur eingeschränkt Lebensraum für Pflanzen, Insekten und andere Tiere. Gleichzeitig gibt es im Ort bereits zahlreiche positive Beispiele für naturnahe, vielfältige und liebevoll gestaltete Gärten, die bisher kaum sichtbar sind.
Mit dem Projekt „Mach mehr aus deinem Garten!“ möchte sich die Gemeinde Göfis gemeinsam mit einer engagierten Bürger:innengruppe diese Beispiele vor den Vorhang holen und andere Gartenbesitzer:innen dazu motivieren, auch mit kleinen Maßnahmen mehr Biodiversität im eigenen Garten zu ermöglichen. Kampf dem Rasenroboter?!
Das Projekt setzt bewusst nicht auf Bewertung oder Wettbewerb, sondern auf Inspiration, Wissenstransfer und Bewusstseinsbildung. Es zeigt praxisnah, wie private Gärten zu wertvollen Lebensräumen werden können — etwa durch heimische Pflanzen, strukturreiche Gestaltung, Blühflächen, Rückzugsorte für Tiere oder einen bewussteren Umgang mit Pflege und Ressourcen. Begleitende Fachvorträge und Veranstaltungen vermitteln zusätzlich konkretes Wissen zur naturnahen Gartengestaltung.
Langfristig soll ein sichtbares Netzwerk naturnaher Gärten in Göfis entstehen, dass die Bevölkerung für Biodiversität, Klimaanpassung und ökologische Verantwortung im eigenen Lebensumfeld sensibilisiert.
Background
Private Hausgärten prägen das Ortsbild von Göfis in hohem Maße. Viele dieser Gärten verfügen über großes ökologisches Potenzial, werden jedoch häufig als kurz geschnittene Rasenflächen oder pflegeleichte Zierflächen genutzt. Dadurch bleiben wertvolle Möglichkeiten zur Förderung von Biodiversität, Klimaanpassung und Naturerfahrung im direkten Wohnumfeld ungenutzt.
Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass auch kleine Lebensräume einen wichtigen Beitrag leisten können: Blühflächen, heimische Sträucher, strukturreiche Gartenelemente, Totholz, Trockenmauern, Wasserstellen oder weniger intensiv gepflegte Bereiche schaffen Nahrung und Rückzugsräume für Insekten, Vögel und Kleintiere. Gerade in Zeiten zunehmenden Verlusts biologischer Vielfalt gewinnen solche dezentralen, privaten Grünräume an Bedeutung.
In Göfis gibt es bereits mehrere gelungene Beispiele für naturnah gestaltete und ökologisch wertvolle Gärten. Diese sind jedoch meist privat, wenig bekannt und kaum dokumentiert. Eine engagierte Gruppe von Bürger:innen hat daher die Initiative ergriffen, diese Beispiele sichtbar zu machen und daraus Impulse für die gesamte Dorfbevölkerung abzuleiten.
Das Projekt knüpft an das erfolgreiche Format „Mach mehr aus deinem Wohnhaus“ an und überträgt dessen Grundidee auf das Thema Garten.
Objectives
Ziel des Projektes ist es, das ökologische Potenzial privater Hausgärten in Göfis sichtbar zu machen und die Bevölkerung zu motivieren, eigene Gärten naturnäher, vielfältiger und biodiversitätsfördernder zu gestalten.
Durch die Dokumentation ausgewählter positiver Beispiele sollen konkrete, alltagstaugliche Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie bereits mit kleinen Maßnahmen wertvolle Lebensräume entstehen können.
Das Projekt verfolgt mehrere Wirkungen:
Es stärkt das Bewusstsein für Biodiversität und Klimaanpassung im unmittelbaren Lebensumfeld. Es zeigt, dass private Gärten Teil eines größeren ökologischen Netzwerks sein können. Es fördert den Austausch zwischen Bürger:innen, Gemeinde, Fachpersonen und lokalen Akteur:innen. Und es schafft mit Ausstellung, Broschüre, Website und QR-Codes langfristig nutzbare Informations- und Inspirationsmaterialien.
Mittelfristig soll in Göfis ein wachsendes Netzwerk naturnaher Gärten entstehen. Dieses Netzwerk kann beispielgebend für andere Gemeinden wirken, da die Roll-Ups auch als Wanderausstellung weitergegeben werden können. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung, zur Stärkung lokaler Eigeninitiative und zur nachhaltigen Weiterentwicklung der natürlichen Ressourcen in der Region.
Programme-Assignment
Aktionsfeld 2: Festigung oder nachhaltige Weiterentwicklung der natürlichen Ressourcen und des kulturellen Erbes